Die CO₂-Emissionen eines Unternehmens können mithilfe eines CO₂-Fußabdrucks bilanziert werden. Der Fußabdruck beinhaltet sowohl die unternehmenseigenen CO₂-Emissionen als auch Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Er wird in verschiedene Scopes eingeteilt.
Scope 1: Durch den Betrieb unternehmenseigener Anlagen verursachte CO₂-Emissionen. Dazu zählen beispielsweise der eigene Fuhrpark sowie die Terminal-Infrastruktur und die Blockheizkraftwerke mit ihrem Erdgasverbrauch.
Scope 2: Indirekte Emissionen durch den Bezug selbst genutzter Energie in Form von Strom, Wärme und Kälte.
Scope 3: Alle weiteren indirekten Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Dazu zählt auch der Flugbetrieb.
Die Flughafengesellschaft ist für die Scope-1- und Scope-2-Emissionen verantwortlich. Scope-3-Emissionen entstehen entlang vor- und nachgelagerter Wertschöpfungsstufen und befinden sich nicht im direkten Einflussbereich der Flughafengesellschaft. Am Standort BER umfasst Scope 3 unter anderem die landseitige An- und Abreise von Passagieren sowie Emissionen im Zusammenhang mit dem Flugbetrieb. Diese flugbetriebsbezogenen Emissionen entstehen beispielsweise durch Bodenverkehrsdienstleister, die Kerosinanlieferung oder Flugbewegungen gemäß LTO-Zyklus (Landing and Take-Off Cycle).
2025 lagen alle bilanzierten CO₂-Emissionen des Flughafen BER und seiner Wertschöpfung bei 1,7 Mio. t CO₂.
Die Emissionen, die durch unternehmenseigene Infrastruktur, Anlagen und Fahrzeuge entstehen, sowie indirekte Emissionen. aus dem Bezug von selbstgenutzter Energie belaufen sich dabei auf 17.501 t CO₂ unter Berücksichtigung von Herkunftsnachweisen des UBA. Diese Emissionen sind dem Geltungsbereich Scope 1 und Scope 2 zuzurechnen und liegen im direkten Einflussbereich der Flughafengesellschaft. Rund 95 Prozent dieser Emissionen entfielen auf die Versorgung der Infrastruktur mit Wärme und Kälte.
Die Scope-3-Emissionen machten mit 1,6 Mio. t CO₂ etwa 94 Prozent der bilanzierten Gesamt-Emissionen am Standort BER aus.