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Der Betrachter blickt aus der Froschperspektive an Baumwipfeln vorbei in den Himmel, an dem ein Flugzeug zu sehen ist.
Der Betrachter blickt aus der Froschperspektive an Baumwipfeln vorbei in den Himmel, an dem ein Flugzeug zu sehen ist.

Energie

Der Stromverbrauch des Flughafens lag im Jahr 2023 bei rund 100 GWh. Dies entspricht ungefähr dem Stromverbrauch einer mittelgroßen Stadt mit etwa 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. 

Die Energieversorgung des BER erfolgt über zwei Energiezentralen. Vier erdgasbetriebene Blockheizkraftwerke (BHKW) erzeugen Wärme und Strom. Die Kälteversorgung wird über elektrisch betriebene Kältekompressionsanlagen sichergestellt. Zusätzlich kommen Spitzenlastkessel zum Einsatz.

Im Jahr 2023 wurden rund 25 Prozent des Strombedarfs des Flughafens durch die Blockheizkraftwerke bereitgestellt. Die weiteren Strommengen wurden über externe Bezugsquellen gedeckt. Hierzu gehören unter anderem Power Purchase Agreements (PPA) sowie Strommengen mit Herkunftsnachweisen des Umweltbundesamtes.

Die Flughafen Energie & Wasser GmbH (FEW), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, betreibt die Energie- und Versorgungsinfrastruktur am Standort BER.

Weitere Informationen unter: few.berlin-airport.de

Umgesetzte Maßnahmen

Photovoltaik-Paneele auf einem Dach. Im Hintergrund ist das Terminal 1 des BER zu sehen.

Photovoltaikanlagen am Standort

Bis Frühjahr 2025 wurden auf den Dächern der Parkhäuser P3, P7 und P8 Photovoltaikanlagen errichtet.

  • rund 5.000 Solarmodule
  • Gesamtfläche von rund 22.000 m²
  • prognostizierter jährlicher Stromertrag von rund 2,2 GWh
Baustelle für eine Fernwärmetrasse auf dem Flughafengelände

Wärmeversorgung

Im Rahmen von Infrastrukturmaßnahmen wurde die Fernwärmetrasse modernisiert. Darüber hinaus wurden an den Bahnhofszugängen Torschleieranlagen installiert, die wie ein unsichtbarer Vorhang aus Luft funktionieren und verhindern, dass im Winter kalte Luft durch den sogenannten Kamineffekt nach oben in die Gebäude strömt und diese unnötig auskühlt.

Sitzbereich im Flughafenterminal. Große Fenster, an denen oben Verschattungsmodule angebracht sind, ermöglichen den Blick auf das Vorfeld.

Kühlung und Klimatisierung

Am Pier Süd wurde eine Verschattungsanlage installiert, die die direkte Sonneneinstrahlung durch die großen Glasflächen reduziert. Dadurch heizt sich das Gebäude weniger stark auf und der Energiebedarf für die Kühlung wird reduziert. Die Kühlsysteme werden zudem gesteuert und an den jeweiligen Bedarf angepasst.

Decke der Check-in-Halle des Terminal 1 mit LED-Beleuchtung

Beleuchtung

Entlang der Start- und Landebahnen und im Terminal 1 wurde die Beleuchtung schrittweise auf LED-Technologie umgestellt. In den Parkhäusern P3, P7 und P8 kommt eine automatisierte Lichtsteuerung zum Einsatz, die das Licht an die Tageszeit und die tatsächliche Nutzung der Parkflächen anpasst.

Energiemanagementsystem nach ISO 50001

Die Flughafengesellschaft betreibt ein nach ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem, welches folgenden Themen umfasst: 

  • Erfassung und Auswertung energierelevanter Daten
  • Dokumentation des Energieverbrauchs
  • Festlegung und Überprüfung energierelevanter Prozesse
  • regelmäßige interne und externe Audits
  • kontinuierliche Weiterentwicklung des Managementsystems